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Warum sollte man Tiere lediglich mit Stammbaum kaufen? Es ist eine weitverbreitete Meinung, Tiere mit Stammbaum seien grundsätzlich teurer; und zwar lediglich wegen des Stammbaums. Dem ist nicht so. Ein Stammbaumpapier kostet den Züchter um die 40 Euro und fällt damit angesichts der Gesamtkosten der Aufzucht nicht beträchtlich ins Gewicht. Das Vorhandensein eines Stammbaums bedeutet jedoch, dass der betreffende Züchter einem Katzenverein angeschlossen ist. Nur durch die Vereinszugehörigkeit erlangt man Stammbaumpapiere für seine Kätzchen. Der Züchter signalisiert damit die Bereitschaft, geordnet und rassenrein züchten zu wollen. Nur ein Stammbaum vermag die Reinrassigkeit der Tiere zu belegen.
Ausserdem – und dies scheint uns besonders wichtig – hat ein Züchter so die vom Verein zum Wohl der Katzen aufgestellten Zuchtregeln einzuhalten. Ein Verein schreibt zum Beispiel vor, wie oft eine Katze pro Jahr im Maximum gedeckt werden darf, damit sie sich nach ihren Würfen auch wieder gut erholen kann. Auch das Mindestalter, mit dem die Kätzchen abgegeben werden dürfen, ist vorgeschrieben. Darüber hinaus bestehen etliche weitere Zucht- und Haltungsregeln. Ein seriöser Züchter lässt seine Zuchtkatzen überdies auf verschiedene Krankheiten testen. All dies wird jemand, der Katzen lediglich zu Gewinnzwecken verpaart, natürlich nicht machen, da dies letztlich zu teuer wäre und die Tiere dadurch nicht mehr zu Schleuderpreisen angeboten werden können. Diese Art des Züchtens, bei der den Bedürfnissen der Tiere, aber auch denen der späteren Besitzer, welche ein gesundes, gut sozialisiertes Tier haben möchten, Rechnung getragen wird, ist selbstverständlich kostspieliger und insgesamt aufwändiger. Angesichts dessen, dass es sich um Lebewesen handelt, die eine liebevolle Behandlung verdient haben und an denen man viele Jahre Freude haben möchte, lohnt sich diese Investition jedoch zweifellos! Oder was meinen Sie...? Es soll aber trotzdem an dieser Stelle betont sein, dass es sich in jedem Fall lohnt, eine ins Auge gefasste Zucht zuvor selbst zu besuchen und sich die Verhältnisse vor Ort anzuschauen. Nur so kann man sich letztlich sicher sein, dass der zukünftige vierbeinige Hausgenosse aus einer liebevollen Zucht kommt und nicht einfach aus einer «Katzenproduktion». |